„ABC der Mediengestaltung“:
Errata in der 1. und 2. Auflage
sind Fehler oder – genauer – nach Duden: Versehen, Druckfehler. Errata (Einzahl Erratum, aus dem Lateinischen stammend) hat mit menschlicher Unzul änglichkeit zu tun. Wer kennt nicht den viel zitierten, erlösenden Erklärungs- und Entschuldigungssatz: Errare humanum est.
Leider müssen auch wir – Autoren, Herausgeber und Lektoren (männlich wie weiblich) – bekennen: Irren ist menschlich. Denn es gibt wohl kein einzige Buch ab einem gewissen Umfang, das ganz ohne Fehler ist.
Natürlich ist Fehler nicht gleich Fehler. Man unterscheidet u.a. Rechtschreibfehler, Grammatikfehler, sprachliche M ängel (Stil, Ausdruck), Erfassungs- und Zuordnungsfehler (Setz- und Umbruchfehler), typografische Fehler und schlie ßlich fachlich Unrichtiges.
Rechtschreibfehler können heute weitgehend vernachlässigt werden. Deshalb wird auf die früher so unentbehrlichen und gut bezahlten Korrektoren und Revisoren in der Regel verzichtet. Was nach alter und den verschiedenen Varianten neuer Rechtschreibung ang ängig ist, muss toleriert werden. Die Scheußlichkeiten des heute weit verbreiteteten umständlichen, wichtigtuerischen Schreibstils (vor allem im Druck-Medien-Bereich) werden von den Redaktionen und Lektoraten ebenfalls meistens hingenommen. Erfassungs- und Zuordnungsfehler treten immer h äufiger auf, weil man ohne Endkontrolle auszukommen glaubt. Typografische Ungereimtheiten darf man auch nicht beanstanden, weil sie ja m öglicherweise absichtlich als Gestaltungsmittel verwendet worden sind. Was dann nur noch zu kritisieren bleibt, sind M ängel des Inhalts, die Autor und Verlag übersehen haben.
Wenn Sie aus der zuletzt genannten Kategorie Fehler gefunden haben, dann zögern Sie bitte nicht, sie dem Verlag mitzuteilen. Kontaktadressen finden Sie auf der Seite Impressum.

Ein Fehler in einer tabellarischen Übersicht der 1.Auflage ist leider in die 2. Auflage übernommen worden. Seite 138 unten: Alle Angaben in der Spalte „Größe“ bitte mit 10 malnehmen, denn
841 mm · 1189 mm = 1000000 mm2 = 10000 cm2
Ist in der 3. Auflage berichtigt!

Seit der 1. Auflage ist unter Typografie/Textformatierung eine Frage nach der Bedeutung der Fachausdrücke Kerning und Tracking gestellt worden. Leider findet man in der Literatur unterschiedliche Antworten. Der Herausgeber h ält nur Definitionen für richtig, wie sie zum Beispiel auch in seinem  „Fachwörterbuch Druck- und Digitalmedien“ zu finden sind:
Kerning
Unterschneiden, also Reduzierung der Laufweite
einzelner Zeichen für optisch gleiche Buchstabenabstände.
Tracking
Veränderung (meist Reduzierung) der vorgegebenen Laufweite einer Schrift, um zum Beispiel den Spationiereffekt auszugleichen.
Bitte in allen drei Auflagen die Antwort so ergänzen oder abändern.