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Testen Sie Ihr Wissen 
Lösungen der Aufgaben 51-100 aus „ABC der Mediengestaltung“ 
Seiten 285-288 (Vorschlag: Webseite ausdrucken, weil dann besser zu lesen)

51 Durch Ein- oder Ausbringen von Text, Verringern oder Hinzufügen von Leerraum, kleinere oder größere Wiedergabe von Abbildungen. Beim Einbringen werden die Wortzwischenräume der vorangehenden Zeilen und evtl. auch der Abschnitte verringert, wenn nötig, auch die Laufweite, aber nicht mehr als –1%. Auf diese Weise können Ausgangszeilen eingespart werden. Ausbringen erfordert umgekehrtes Vorgehen.
52 a) Ein Teil des Zeileninhalts wird nach links, der Rest nach rechts ausgeschlossen.
b) Letzte Zeile eines Vorworts mit Ort, Datum links, Verfassernamen rechts.
In Anzeigen: Artikel links, Preis rechts.
53 Erste Zeile: Die letzte Ziffer ist immer ohne Punkt.
Dritte Zeile: Hier muss die Benummerung 2.1.1 lauten.
Vierte Zeile: Schriftgrad ist zu groß, darf nicht größer als in dritter Zeile sein.
54 Briefbogen, Rechnung, Lieferschein, Quittung, Geschäftskarte, Preisliste, Bestellkarte, Inventurformular, Katalog, Prospekt, Flyer, Newsletter, Gesch äftsbericht u.a.
55 a) Offsetdruck,  b) Berliner, Hamburger und Rheinisches Format.
c) Die Zeitung, insbesondere aber das typografische Erscheinungsbild wird neu (zeitgem äßer) gestaltet.
56 Das Fleisch, also der nicht druckende Raum hinter und vor dem Zeichen, ist für den optischen Wortzwischenraum maßgebend. Versalien wie A, V, W, T haben links und rechts viel Leerraum, Buchstaben mit senkrechten Begrenzungen wie l, i, m oder n dagegen fehlt dieser Leerraum weitgehend. Auch hinter Interpunktionszeichen wie Punkt oder Komma wirkt der Wortzwischenraum meist gr ößer, als er ist.
57 Keine oder nur wenige sinngemäße Trennungen. Zeilen im Rhythmus kurz oder lang auslaufend, aber mit angepasster Flatterzone f ür ausgewogene Längenunterschiede.
58 Die beste Lesbarkeit bietet in der Regel die vorgegebene Laufweite. Kleinere Schriftgrade sind oft etwas besser lesbar, wenn sie leicht spationiert werden. F ür große Schriftgrade gilt das Umgekehrte. Die Laufweite sollte ein wenig verringert (komprimiert) werden, um die Lesbarkeit zu verbessern.
59 a) Weiße „Löcher“ im Satz, die den gleichmäßigen Grauwert unterbrechen.
b) Wenn Wortzwischenräume mehrerer aneinander grenzender Zeilen senkrecht oder schräg untereinander stehen. Wirkt besonders störend, falls die Wortzwischenräume weit gehalten sind.
60 a) Größer + Rotdruck;  fett + Versalien;  Arial als Grundschrift statt Times als Grundschrift + fett.
b) fett + Sperren;  Rotdruck + Times New Roman statt Times als Grundschrift.
61 a) Gesetz der Gleichartigkeit.
b) Gleiche oder ähnliche visuelle Elemente (Form, Größe, Helligkeit, Farbe, Symmetrie usw.) werden als zusammengehörig empfunden und als Einheit angesehen. Im Webdesign ist Einheitlichkeit der Gestaltung Voraussetzung f ür Wiedererkennung und Benutzerfreundlichkeit.
62 Weil Faktoren wie Rechnerplattform (Windows, Mac Os, UNIX, Linux), Browsertyp (Internet Explorer, Netscape, Opera), Monitoraufl ösung, Fenstergröße und verfügbare Fonts sämtlich Texte und Bilder je nach Gegebenheit größer oder kleiner darstellen und dadurch scheinbar zufällige Umbrüche und Positionierungen auf dem Bildschirm verursachen, die das eingegebene Design geh örig durcheinander bringen können.
63 Tabellen als Grundlage für die Umsetzung der Gestaltung verwenden oder mit CSS (cascading style sheets) formatieren.
64 a) Helvetica, Times, Courier, Geneva, New York, Chicago, Zapf Dingbats, Palatino, Verdana.
b) Arial, Times New Roman, Courier New, MS Sans Serif, MS Serif, Wingdings,
Book Antiqua, Trebuchet/Verdana.
65 Sie werden von Ersatzschriften dargestellt, die Futura von einer serifenlosen Linearantiqua und die Imprimatur von einer Serifenschrift, zum Beispiel von der Times oder der Times New Roman.
66 Nur durch Umwandlung aller Traianus-Texte in Grafiktext, der allerdings nicht mehr editierbar ist und mehr Zeit zum Laden ben ötigt.
67 Schriften der Gruppe VI serifenlose Linearantiqua und Gruppe V serifenbetonte Linearantiqua, darüber hinaus alle kräftigen Schriften mit geringen Strichstärkeunterschieden. Gut geeignet sind auch alle bildschirmoptimierten Schriften.
68 Das Internet ist kein Lesemedium wie Buch oder Zeitung. Texte müssen groß im Schriftgrad sein und möglichst kurz mit vielen Absätzen, evtl. mit Zwischenüberschriften.
69 Schrift eine oder zwei Stufen größer wiedergeben. Schrift freier stellen. Lange Zeilen vermeiden. Genügend Helligkeitskontrast zwischen Schrift und Hintergrund. Ruhiger Hintergrund, also ohne Bild oder Struktur. Besser schwarze als farbige Schrift. „Fetten“ der Schrift führt meist zu keiner Verbesserung.
70 Die Schräglage verträgt sich nicht immer mit dem Pixelraster des Bildschirms.
71 a) Web- bzw. bildschirmoptimierte Schriften verwenden, wie zum Beispiel Arial, Chicago, Geneva, Trebuchet, Verdana.
b) Antialiasing einsetzen.
72 Während Verringerung der Laufweite die Lesbarkeit im Druck nicht wesentlich verringert, ist im Web zu eng stehende Schrift besonders bei kleinen Schriftgraden ein Lesehindernis. Etwas gr ößere Buchstabenabstände verbessern die Lesbarkeit. Ähnliches gilt für Versalien, hier für alle Schriftgrade, und die Sperrung sollte noch deutlicher sichtbar werden als bei Gemeinen (Kleinbuchstaben).
73 a) Wenn die Anmutungsqualität mit der Intention (Aussageabsicht) des Textes oder mit dem Selbstverständnis der Institution übereinstimmt, unterstützt das die Intention des Textes bzw. stärkt oder bestätigt das Image der Institution. Die Anmutung wird unbewusst wahrgenommen und gespeichert.
b) Bei vielen Schriften ist die Anmutung nur schwer zu erfassen. Die Anmutung ist oft nur diffus. Sie wird unterschiedlich rezepiert und interpretiert. Sie wird gar nicht erkannt oder als Humbug abgetan.
c) 1. Christliche Gemeinschaft: seriöse, ernste, „besinnliche“ Schrift, z.B. Claudius, Jessen-Schrift, Wallau, Zapf Chancery, Libra.
2. Touristikunternehmen: gut lesbare, heiter anmutende Schrift, dazu gefällige, gut lesbare Schreibschrift.
3. Sparkasse: solide, unaufdringliche Schrift, z.B. Optima.
4. Zwielichtiges Vergnügungsetablissement: dekorative Antiqua, z.B. Pierrot, Broadway, Schreibschrift, z.B. Maxim, Mistral.
5. Baugeschäft: serifenlose oder serifenbetonte Linearantiqua (Eurostile, Futura, Beton).
74 1. Schriften aus derselben Familie (z.B. Univers) dürfen bedenkenlos gemischt werden.
2. Schriften, die deutlich kontrastieren (Schriftgruppe, Strichstärke, Richtung bzw. Neigung) dürfen in der Regel gemischt werden.
3. Schriften aus derselben Gruppe sollen nicht gemischt werden, weil sie meist zu wenig kontrastieren.
4. Mehr als drei Schriften gefährden das einheitliche Erscheinungsbild.
75 Absatzbeginn nach einer Überschrift.
76 Zuordnungen: 1e, 2f, 3h, 4a, 5g, 6d, 7j, 8b, 9c, 10i.
77 An erster Stelle steht die intuitive Navigation (problemloses Zurechtfinden auf der Website bei durchdachter Orientierungsstruktur), die das Angebot (Content) übersichtlich und plausibel präsentiert. Alles Übrige trägt zwar auch zur Usability bei, ist aber sekundär, wie z.B. benutzerfreundliches Design, kontextberücksichtigende Hilfe, nützliche Dokumentationen, verständliche Texte, einwandfreie Rechtschreibung, funktionierende Links, ständige Aktualisierung.
78 An den Ebenen von der ersten (mit der Homepage) über die Seiten der zweiten Ebene und weiteren Unterebenen je nach Bedarf.
79 Sitemap, Inhaltsübersicht, Suchfunktion, Site-Index.
80 a) Im Footer. Das sind eine oder mehrere Fußzeilen in kleiner Schrift ganz unten auf der Homepage.
b) Copyright-Vermerk als Hinweis auf den Rechteinhaber und in der Regel Verantwortlichen (zumeist der Webmaster) f ür die Inhalte der Website, E-Mail-Adresse des Rechteinhabers, Disclaimer (Beschränkung der Haftung für die Inhalte, insbesondere Links).
81 a) Benutzerfreundliche Websites, die alle für den Verwendungszweck notwendigen Komponenten enthalten, aber keine experimentell-spielerischen ( überflüssigen) Grafiken, Bilder, Sounds und Animationen mit „Blinkfeuer“ auf sämtlichen Seiten.
b) Überflüssige Komponenten verwirren mehr, als dass sie orientieren. Die Website-Inhalte sollen allen Besuchern zug änglich sein, unabhängig von Variablen wie Betriebssystem, Browsertyp und -version sowie Hardware (Rechner, Modem, Monitor).
82 a) Da überwiegend Windows eingesetzt wird, muss die Website vor allem für dieses Betriebssystem optimiert sein.
b) 15-Zoll-Monitor mit Tendenz zum 17-Zoll-Monitor.
c) 800 x 600 Pixel.
d) Version 3.0 der gängigen Browser (Internet Explorer, Netscape).
83 a) Die Seitenelemente passen sich bei prozentualer HTML-Definition der jeweiligen Fenstergr öße an, sodass der verfügbare Raum bis zum Rand hin genutzt werden kann. Nachteilig ist aber das kleine, schlecht lesbare Schriftbild und die l ängeren Zeilen bei höherer Auflösung. Unkontrollierbar wird das Layout bei Bild-Text-Kombinationen, weil Schriftzeilen bei anderer Fenstergr öße skaliert und dadurch anders umbrochen werden, Bilder aber in der Größe unverändert bleiben.
b) Hier bleibt das Layout erhalten. Bei niedriger Auflösung ist die Seite manchmal so groß, dass sie nicht ganz auf den Bildschirm passt, während sie bei hoher Auflösung winzig und verloren wirkt, wodurch kleine Schriftgrade kaum noch zu lesen sind.
c) Zum Beispiel dreispaltige Tabelle mit linker und rechter Spalte in fester Größe und mittlerer, flexibler Spalte.
d) Besucher erhalten die jeweils optimale Variante für Browser und Monitorauflösung (Fenstergröße). Sehr aufwändig.
84 a) Viel Inhalt auf die Seiten legen. Theoretisch könnte der gesamte Content z. B. einer 500-seitigen Webseite auf einer Seite, der Homepage (Startseite), untergebracht werden.
b) Den Inhalt so verteilen, dass auf die Seiten (pages) nur so viel Inhalt kommt, dass er auch bei geringer Bildschirmaufl ösung ohne zu scrollen sichtbar ist.
85 a) Blättern ist die von Printprodukten her gewohnte Art diagonal (kursorisch) oder Satz f ür Satz zu lesen. Bei Online-Produkten wird das Blättern jedoch bald lästig und als ermüdend empfunden, vor allem wegen des sehr häufigen Blätterns bei dieser häppchenweisen Darbietung des Contents (Inhalts). Außerdem wird der Lesefluss beim Laden der neuen Seite immer wieder unterbrochen.
b) Scrollen ist eine Sache der Gewöhnung. Von ungeübten Surfern wird diese internetübliche Art der Navigation als umständlich abgelehnt, für geübte User ist Scrollen eine schnelle Methode des Schnupperns und Lesens, die den „Scanprozess“ des Auges nicht unterbricht. Optische Funkmäuse mit Scrollrad und Internetfunktionen erleichtern und beschleunigen das Zurechtfinden. Um Erm üdung beim Scrollen und Lesen vorzubeugen, sollten alle Texte mit Zwischenüberschriften versehen sein. Unentbehrlich sind Links am Fuß der Seite, die zur evtl. Fortsetzung, zu ergänzenden Inhalten und zum Anfang der Seite mit der Navigationsleiste führen.
86 a) Frames können einzeln angesprochen und bearbeitet werden. Man kann Objekte platzieren, z.B. Logo oder Navigationsleiste überall an gleicher Stelle.
b) Frames werden von älteren Browserversionen nicht unterstützt. Beim Drucken von Frames können sich Probleme ergeben. Als Bookmark bzw. Favorit wird immer nur das Frameset als Ganzes gespeichert, nicht die einzelnen Frames.
87 Empfehlungen zur sprachlichen Gestaltung/Aufbereitung für Websites:
1. Knapp und prägnant, aber dennoch aussagekräftig formulieren.
2. Auf kurze, schnell zu erfassende Sätze achten, umgangssprachlichen Wortschatz der Zielgruppe bevorzugen. Gestelzte Formulierungen (z.
B. Substantivierungen mit unbestimmtem Artikel) vermeiden.
3. Wichtiges gehört an den Anfang des Textes (oben auf die Seite).
4. Detailinformationen, weiterführende Texte u.ä. unten auf der Seite oder auf der linkverbundenen Ebene darunter platzieren.
5. Textwüsten vermeiden. Daher Texte in kurze Absätze untergliedern, evtl. Übersichten einfügen und mit Zusammenfassungen enden.
6. Durch Überschriften informieren und gliedern, mit Schlüssel- und Merksätzen Wesentliches hervorheben, mit Zwischenüberschriften neugierig machen.
7. Der Sprachstil soll auf die Zielgruppe abgestimmt sein, also z. B. neutral-objektiv bei Websites zur Information oder freundlich-appellierend, wenn es um Werbung geht.
8. Gerade beim Formulieren muss die Netiquette (Internet Etiquette) beachtet werden. L ügen, Beleidigungen, Verleumdungen usw. wären glatte Verstöße gegen die Internet-Umgangsformen. Zum korrekten Umgang miteinander gehört auch, fremde Sitten und Gebräuche zu achten. So ist das amerikanische „Du“ anders zu interpretieren als das Duzen im deutschen Sprachraum.
88 Typografische Gestaltungselemente zur Textstrukturierung:
1 Textanordnung (z.B. Ausrichtung, Einzüge).  2 Hervorhebungen im Text. 3 Umrandungen.  4 Farb- und Tonflächen.  5 Leerraum.  6 Aufzählungen. 7 Trenn- und Verbindungslinien.  8 Freistellen.  9 Animation (Bewegen, Blinken u.a.). 10 Schriftvariation (Schriftwechsel, Schriftmischung, Schriftverzerrung u.ä.).
89 Bei der meist genutzten flexiblen Seitengröße würde der Blocksatz zum Spielball der Variablen Betriebssystem, Browser und Bildschirmaufl ösung mit schwankenden, häufig riesengroßen Wortzwischenräumen, die den Lesefluss hemmen und die Textästhetik beeinträchtigen.
90 Vorteile: erregt Aufmerksamkeit, wirkt dynamisch.
Nachteile: schlecht zu lesen, geht auf die Nerven, wenn im Übermaß verwendet.
91 Listen können schneller erfasst werden, man braucht weniger Zeit zum Lesen.
92 Weil sich kein anderes Gestaltungsmittel so gut zur Gliederung eignet. Leerraum lockert den Text auf. Leerraum kann die Lesbarkeit erh öhen. Leerraum dient zur Gestaltung bei der Positionierung von Texten, Bildern und Animationen.
93 Der Blick wird zunächst auf die Hervorhebungen gelenkt und dabei zuallererst auf die auffälligsten. Man erkennt sofort, was wichtig ist und kann in dieser Hierarchie eine Auswahl treffen oder – wenn uninteressant – sogleich weiterblättern bzw. weitersurfen.
94 a) Im Text müssen viele Worte gemacht werden. Aus einer Infografik kann man die Zusammenhänge mit einem Blick erfassen.
b) Infografiken sind oft speicherintensiv, sodass abschreckende Ladezeiten resultieren. Daher sollten gr ößere Infografiken nicht ganz oben auf der Seite platziert werden.
95 Zum Beispiel Unternehmen, die in Deutschland mehrere Filialen oder Service-Stützpunkte unterhalten, die im Internet „angeklickt“ werden können, um Näheres über den regionalen Service usw. zu erfahren.
96 Wegen des Zusatznutzens und wegen der Glaubwürdigkeit, die verloren ginge, wenn beliebige und womöglich ungeprüfte Links gelegt würden.
97 Nach Themen geordnet und kommentiert, damit Besucher auswählen können.
98 Reihenfolge: 2. Konzeption und Design. 3. Produktion. 4. Testen mit verschiedenen Browsern. 5. Hochladen der Site. 6. Pflege und Ausbau.
99 Weil dieser Text immer dann angezeigt wird, wenn ein Bild oder eine Grafik geladen wird, w ährend der Surfer auf die Bildschirmdarstellung wartet. Außerdem wird die Kurzbeschreibung sichtbar, wenn der Browser nur Text laden kann, weil die Bildladefunktion nicht vorhanden ist oder deaktiviert wurde. Der alternative Text wird auch angezeigt, wenn der Cursor über das Bild streicht.
100 Die Dateien müssen verkleinert werden: kleineres Bild, geringere Auflösung; geeignetes Pixelbildformat (z.B. GIF); Kompression (JPEG), solange die Wiedergabequalit ät nicht leidet. Preload-Programm für Bilder. Homepage (Startseite) „schlank“ halten. Bild(er) auf den Webseiten immer unter dem Text platzieren, nicht oben auf der Seite.